Es ist das Jahr 2017 und wir müssen die rote Flagge hissen!

NotDogge e.V. hilft, rettet und schützt Doggen in Not seit mehr als 12 Jahren. In den ganzen Jahren gab es auch immer wieder mal sehr heftige Notfälle. Zum einen waren Hunde komplett vernachlässigt, misshandelt oder schwer krank, zum anderen wiesen vereinzelt Hunde schwere Verhaltensprobleme auf. Seit zwei Jahren zeichnet sich die Tendenz ab, dass der häufigste Abgabegrund Verhaltensprobleme bei der Deutschen Dogge sind. An erster Stelle der Verhaltensprobleme steht Aggression!

Seit Januar 2017 ist diese Tendenz bei NotDogge e.V. leider explodiert. Wir bekommen im Schnitt 3-4 Doggen mit aggressivem Verhalten pro Woche gemeldet. Am Pfingstmontag allein erhielten wir 4 Anrufe. Das Schlimme ist, die Hunde sind zu fast 90% Rüden im Junghundealter, unter 1 Jahr bis  ca. 2-3 Jahre. Und wir reden nicht vom normalen Pöbelalter, wo der Rüde sich in die Leine schmeisst und Theater macht, oder die Ohren auf Durchzug stellt. Nein, wir reden von jungen Doggenrüden, die mit voller Absicht der Schädigung andere Hunde zerlegen und/oder Menschen anfallen und ernsthaft beissen, sodass die Opfer im Krankenhaus liegen. Viele der Fälle werden nicht öffentlich, weil der Vorfall in der Familie der Besitzer passiert, also weil der Rüde einen anderen Hund im Haushalt angreift, oder auch ein Kind oder anderes Familienmitglied. Die Öffentlichkeit hört immer nur von den Vorfällen in denen Dritte involviert sind.

Was ist passiert? Warum häufen sich gerade jetzt diese Fälle? In unseren Gesprächen mit den verzweifelten Besitzern dieser Hunde fragen wir natürlich Einiges nach. Woher haben Sie den Hund? Wie lange haben Sie den Hund? Was ist der Ausbildungsstand? Was genau ist passiert? Wie hat sich der Hund in dieser Situation verhalten? Gab es noch andere ähnliche Vorfälle?

Der gemeinsame Konzenz ist:

  • - 70% der gemeldeten Doggen sind das Produkt von Vermehrern (Züchter, die ohne Verband und Kontrolle wahllos für Profit Hunde verpaaren und verkaufen)
  • - 90% wurden davon auf Ebay&Co und anderen Online Anzeigeportalen verkauft
  • - 80% wurden weit unter Wert verkauft, also zu Spottpreisen von 200 – 400 Euro
  • - 60% sind schon durch mehrere Hände gegangen und dadurch zu Wanderpokalen geworden
  • - 30% waren schon im Tierheim oder bei Tierschutzorgas untergebracht
  • - In 30% der Fälle wurden Menschen schwer verletzt (krankenhausreif)
  • - 50% der Doggen sind unvermittelbar
  • - 5% werden dann eingeschläfert
  • - 45% werden weitergereicht, ohne dass der Abnehmer von den Vorfällen in Kenntnis gesetzt wird und dadurch die Dogge zum Wiederholungstäter wird
  • - 95% der Besitzer sind völlig doggenunerfahren, oft ist es ihre erste Dogge und sie haben weder mit dem Hund gearbeitet, noch können sie dem Hund die geeignete Lebensumgebung geben,und die finanzielle Möglichkeit eine Dogge zu unterhalten fehlt oft auch
  • - 100% der Besitzer haben sich komplett selbst überschätzt und vor allem den Hund 100% unterschätzt

Unser Appell an alle Doggenliebhaber: Das muss AUFHÖREN!!!

  • - Hört auf, bei Vermehrern zu kaufen!!! Ihr rettet die Hunde nicht, Ihr macht Platz für neue, ganz zu schweigen von dem Schicksal der Hündinnen die dort als Gebärmaschinen fungieren
  • - Hört auf Hunde bei Ebay&Co zu kaufen. Die Leute die Hunde verkaufen wollen lügen schamlos um den Hund los zu bekommen. Und sobald der Hund bei Euch im Besitz ist, seit Ihr voll für den Hund verantwortlich! Die früheren Besitzer sind aus der Nummer raus!
  • - Hört auf, „Nothunde“ privat und online zu vermitteln und die Weiterreichung eines Problemhundes zu begünstigen bis dieser komplett austickt und jemanden wieder schwer verletzt. Auch sagen Leute die sich für den Hund bewerben oft nicht die Wahrheit. Ohne Vor-und Nachkontrollen und legal gültigem und bindenem Tierschutzvertrag liefert Ihr den Hund ungeschützt der Willkür der neuen Besitzer aus. Wenn Mensch oder Hund dadurch zu Schaden kommen, seit Ihr mit dafür verantwortlich.
  • - Unterstützt gute Verbandszüchter, wenn Ihr einen Doggenwelpen wollt
  • - Unterstützt gemeinnützige seriöse Tierschutzorganisationen, die Erfahrung mit der kompetenter Vermittlung von Nothunden haben, wenn Ihr einem Nothund ein Zuhause geben möchtet
  • - Seit ehrlich mit Euch selbst, könnt Ihr dem Hund gerecht werden? Könnt Ihr wirklich ein Rudel führen? Habt Ihr alle Vorraussetzung (Zeit, Erfahrung, Geduld, Geld, Haus, Garten, Auto etc. für die Haltung einer Deutschen Dogge)?
  • - Hört auf, egoistisch zu sein! Wenn Ihr nicht in der Lage seid einen Doggenwelpen kompetent zu erziehen und zu sozialisieren, lasst es einfach. Wenn Ihr Doggenneulinge seid, sichert Euch die erfahrene Hilfe von Züchtern, Ortsgruppen, Trainern und erfahrenen Doggenbesitzern
  • - Wenn Euer Hund Verhaltensprobleme aufzeigt, sucht früher Hilfe und wartet nicht, bis der Hund unhändelbar wird
  • - Übernehmt und rettet keine Deutschen Doggen mit Verhaltensproblemen, wenn Ihr keine Erfahrung habt und kein Geld, um die Hilfe eines kompetenten Trainers in Anspruch zu nehmen

Fazit: Wenn das so weiter geht, werdet Ihr bald unsere Deutsche Dogge bei den Listenhunden finden. Es zerreisst einem wirklich das Herz, von so vielen dieser tragischen Schicksale zu hören und letzendlich sehr wenig helfen zu können. Für aggressive Doggen finden sich kaum private Pflegestellen, Pensionen, oder sonstige Auffangplätze. Wem kann man so einen Hund mit gutem Gewisssen in die Hand geben? Die Plätze sind so rar, dass wir höchstens einem Hund von ca. 20 helfen können und auch nur dann, wenn er einen Menschen noch nicht schwer verletzt hat. Einen solchen Hund zu rehabilitieren kostet um die 4000 Euro. Und selbst dann dauert es lange bis man den richtigen Menschen für diesen Hund findet.

Bitte, bitte helft uns mit diesem Appell. Teilt ihn, wir müssen die Menschen erreichen. Unsere Hoffnung ist, dass wir zusammen etwas ändern können. MUSS DENN IMMER ERST WAS PASSIEREN, BEVOR DIE EINSICHT KOMMT!

Jeannette Brown und Katja Tschirwitz

Vorstand Notdogge e.V.

Pflegestellen Gesucht!

winken

Wir suchen aktuell Pflegestellen für unsere Schützlinge. Wir suchen diese ganz besonderen Menschen, die ihr Herz und ihr Haus für einen unserer Notfelle öffnen. Ohne passende Pflegestellen können wir nur sehr begrenzt Hunde aufnehmen und ihnen aktiv helfen. Unsere Wartelisten für einen Platz auf einer Pflegestelle sind sehr lang und wir würden gerne mehr Doggen helfen können. Bitte helfen Sie uns, diesen Hunden aus ihrer Not zu helfen.

Alle unsere Notdoggen haben eine Geschichte, die sie auf einen Pflegeplatz und auch in ein späteres Endzuhause mitbringen. Oft ist es NotDogge e.V. nicht möglich die Hunde bei der Übernahme ausreichend zu evaluieren. Auch sind oft die Beschreibungen der abgebenden Besitzer nicht ausreichend oder sehr subjektiv. Unsere Pflegestellen sind, nach dem der Hund ein paar Tage bei ihnen zuhause lebt, oft viel besser in der Lage den Hund und sein Verhalten zu beurteilen. Diese Einschätzung ist sehr wertvoll für uns, da es uns dabei hilft für die Dogge das richtige Endzuhause zu finden. Eine Deutsche Dogge ist sehr sensibel und leidet oft wenn sie ihr Zuhause verliert. Diese Hunde brauchen dann eine liebende aber auch konsequente Hand, die ihnen eine Struktur vorgibt. Man muss sich als Pflegestelle darüber im Klaren sein, dass eine Notdogge verhaltensauffällig sein kann, oder auch einfach nicht gut genug erzogen ist. Die Hauptgründe, warum Deutsche Doggen ihr Zuhause verlieren, sind diese Verhaltensproblematiken und Erziehungsdefizite. Erst an zweiter Stelle stehen Finanzprobleme oder andere persönliche Problematiken der Besitzer wie Trennung, Arbeitsplatzwechsel, Krankheit oder andere einschneidende Lebensveränderungen.

Was erwarten wir von einer Pflegestelle?

An erster Stelle, dass Sie sich wirklich auf den Hund einlassen und seine positive Entwicklung aktiv unterstützen. Selbstverständlich muss auch das Umfeld stimmen. Eine ideale Pflegestelle hat die folgenden Attribute:

·         Wohnt in Haus mit Garten oder Wohnung mit nah gelegenem Gassigebiet

·         Hat schon Erfahrung mit Deutschen Doggen oder vergleichsweisen großen Hunderassen

·         Der Hund sollte nicht lange alleine bleiben können

·         Es sollte evtl. nur ein verträglicher Hund vorhanden sein (wir setzen fast nie gleichgeschlechtliche Hunde zusammen), aber auch Einzelplätze werden dringend gesucht.

·         Es sind keine Babys oder Kleinkinder im Haushalt

·         Es sind keine Katzen (oder nur sehr souveräne hundegewöhnte Katzen) oder andere Kleintiere vorhanden

·         Man ist bereit mit dem Hund in einer Hundeschule zu arbeiten

·         Es ist ein Doggen-gerechtes Auto vorhanden

·         Man hat die körperliche Kraft bzw. die Technik eine Dogge zu halten

·         Man ist bereit mit NotDogge e.V. eng zu kommunizieren

·         Interessenten für den Hund dürfen die Pflegestelle besuchen

·         Miteinschätzung der Interessenten durch die Pflegestelle für die Tauglichkeit als neues Zuhause für den Pflegehund, denn nur die Pflegestelle kennt den Schützling am besten.

·         Die Pflegestelle ist bereit ein Mitglied im Verein NotDogge e.V. zu werden.

Was bieten wir einer Pflegestelle?

·         Die monatliche Pflegepauschale für einen Pflegehund beträgt 70 Euro.

·         Der Hund ist Kranken- und Haftpflicht versichert.

·         NotDogge e.V. übernimmt in Absprache die Tierarztkosten

·         NotDogge e.V. übernimmt in Absprache die Trainingskosten

·         Unterstützung mit Rat und Tat bei der Pflege und offene Kommunikation

·         Sollte die Pflegestelle den Hund behalten wollen, hat sie den Vorrang vor allen anderen Interessenten

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich bitte umgehend bei uns. Füllen Sie bitte den Antrag aus, diesen finden Sie auf unserer Webseite unter  http://www.notdogge.de/helfen-sie/pflegestelle und/oder melden Sie sich direkt bei uns. Wir freuen uns sehr auf Ihre Bewerbung und hoffentlich auf eine baldige Zusammenarbeit.

Ihr NotDogge e.V. Team

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