nachdem es jetzt so langsam ruhiger wird, kommen wir dazu Euch die Geschichte unserer kleinen Einhörner (Doppel-Merle Welpen) zu erzählen. Mitte Mai kontaktierte uns ein Tierheim in Rheinland-Pfalz. Man war auf einen Doggenhalter aufmerksam geworden der vier erwachsene Tiere hielt und einen Wurf mit Doppel-Merle Welpen hatte. Der Doggenhalter war mit der Haltung der Hunde überfordert, es fehlten Platz und finanzielle Mittel die Hunde gut zu halten. Die erwachsenen Tiere hatten alle gesundheitliche Probleme und die Welpen zeigten auch bereits gesundheitliche Probleme. Das Tierheim konnte die erwachsenen Hunde versorgen, aber nicht die Welpen, da es Vorort keine 24 Stunden Betreuung gab. So bat uns das Tierheim die Welpen zu übernehmen.

Zwei unserer Pflegestellen waren bereit je zwei Welpen aufzunehmen. Schon bei der Abholung im Tierheim war klar das die Welpen weit unter dem angegebenen Alter waren. Ein Tierarztbesuch bestätigte das die Welpen höchstens 5 1/2 Wochen waren. Die Mutter der Welpen war leider auch viel zu jung und hatte schon früh das Säugen eingestellt. Die Welpen hatten allesamt Untergewicht und hatten zu dem noch einen Giardenbefall. Es waren zwei Grautiger Mädels ohne sichtbaren Beeinträchtigung, ein Grautigerrüde mit viel weiß der eine Sehbehinderung hat, und ein weißer Rüde der Hör-und Sehbehindert ist.

   

Unsere erste Aufgabe war die Welpen aufzupäppeln, tierärztlich zu versorgen und natürlich auch zu sozialisieren. Ein Rüde und eine Hündin kamen zu einer Pflegestelle mit einer Hündin Vorort, und die andere Hündin und Rüde kamen auf eine Pflegestelle wo ein intaktes Rudel von einer Hündin und zwei Doppel-Merle Rüden Vorort sind. Die nächsten Wochen waren mit „Ka-ka“ putzen, „rund-um-die-Uhr“ Pippigängen, schlaflosen Nächten, ständiger Futterzubereitung und ganz viel Schmusen ausgefüllt.

  

Die Welpen gediehen sehr gut unter der liebevollen Pflege. Bald war der Giardenbefall vorbei und die „Rippchen“ füllten sich wieder auf. Sie wurden frech und verspielt und nahmen alles auseinander was nicht niet- und nagelfest war. Also fast ganz normale Welpen. Die Seh- und Hörbehinderten mussten zusätzlich gefördert werden. Wir brachten ihnen die Beisshemmung bei und trainierten mit ihnen die ersten Sichtzeichen, bzw. Berührungszeichen um die Kommunikation mit dem Mensch zu lernen. Natürlich arbeiteten die Pflegestellen auch an der Sozialisierung der Welpen mit der Umwelt, Menschen, Kindern, Katzen und anderem Getier.

    

Wir wussten, dass wir ganz besondere Menschen für die Kleinen brauchten. Wir entschlossen uns die Welpen nicht direkt zur Vermittlung zu stellen. Doppel-Merle Hunde können auch später im Leben noch ziemliche gesundheitliche Probleme bekommen, die in der Welpenzeit noch nicht ersichtlich sind. Die Seh- und Hörbehinderungen sind schon schlimm, können aber durch Stoffwechselerkrankungen und Organverkümmerungen sowie neurologischen Erkrankungen in den Schatten gestellt werden. Sicher, jeder möchte gerne einen süßen Welpen adoptieren, aber wer ist auch in der Lage so einen Hund ein Leben lang selbstständig zu finanzieren und zu unterstützen? Wer kennt sich mit Seh- und Hörbehinderungen aus und kann dem Hund trotzdem ein ganz normales Leben ohne Leinenzwang bereiten? Das waren die Fragen die wir uns stellten und worüber wir uns sorgten.

Aber wir fanden für unser Kleeblatt genau diese Menschen. Die Erste die ausziehen durfte war eine der Grautigerhündinnen. Sie durfte in das Rudel von Arco einziehen. Die Familie hatte von uns schon vor 2 Jahren den Doppel-Merle Rüden Arco (Ein Zuhausebericht von unserem Arco) übernommen und wir wussten das die kleine Willow dort bestens aufgehoben war. Willow hat Arco und Luigi als große Brüder und die Hündin Honey als liebevolle große Schwester die ihr die Welt zeigt und mit ihr spielt.

     

Der Zweite der ausreisen durfte war Percy. Er hatte auch den weitesten Weg. Er durfte als Sir Percival nach England fahren mit der erwachsenen Tochter der einen Pflegestelle. Seine neue Besitzerin ist mit Doggen aufgewachsen und hatte auch schon mehrere Seh- und Hörbehinderte Hunde mit der Mutter aufgezogen. Percy thront als Prinz alleine auf seinem Sofa und hält seine jungen Eltern auf Trapp.

   

Die dritte im Bunde, unsere Storm zog es nach Berlin. Ihre neuen Besitzer haben ebenfalls viel Doggen und Doppel-Merle Erfahrung. Auch Storm ist eine kleine Einzelprinzessin die die volle Aufmerksamkeit ihrer neuen Mama rund um die Uhr genießt. Sie wird ganz bestimmt ziemlich verwöhnt.

  

Unser Sorgenkind Tristan wurde von seiner Pflegemama (mir) adoptiert. Er ist leider am schlimmsten betroffen von dem Doppel-Merle Gen. Er hat eine sehr beeinträchtigte Sicht, und ist fast taub. Dazu kommt eine Trockenfutterunverträglichkeit. Er kann nur roh gefüttert werden, da er von jeglichem Trockenfutter tagelangen Durchfall bekommt. Leider ist er auch Allergiker mit einer super empfindlichen Haut. Er zeigt öfters Angstanfälle die neurologischen Ursachen haben könnten, oder auch verhaltensbegründet sein können. Das muss noch abgeklärt werden. Er wird sein Leben lang enge, geduldige und liebevolle Betreuung brauchen. Und da es unwahrscheinlich ist, das wir für ihn geeignete Menschen finden, bleibt er in meinem Rudel das ihm sehr viel Anlehnung und Sicherheit bietet vor allem da die Großen selber betroffen von Seh- und Hörbehinderung ihm viel Verständnis und Geduld entgegen bringen. Gott sei Dank kann ich auch seinen finanziellen Unterhalt selbstständig garantieren ohne den Verein oder Spender belasten zu müssen. Und was am Wichtigsten ist, ich habe ich den kleinen Rotzlöffel einfach ins Herz geschlossen. 

  

So konnte unser Verein Dank Euer Treue und Unterstützung dafür sorgen das die vier Welpen jetzt auf ein hoffentlich langes und gesundes Leben mit ihren Menschen hoffen dürfen. Im Nachhinein, hätten ich gerne ein Tagebuch über die Welpenzeit geführt und mit Euch geteilt, aber zwischen „Aus“, „Nein“ ich habe „Nein“ gesagt und „ach nicht schon wieder ein Häufchen, und da noch eins“, und Job, Vermittlungsarbeit und drei erwachsenen Hunden hat es mir einfach an Zeit gefehlt. Wenn mal 5 Minuten Zeit waren, habe ich die verpennt, sorry.

Eure Jeannette und Katja

Arcos Mutti berichtet

Kurze Beschreibung:
Einhorn, Flauschi, Stoffel, Stalker, Experimentalphysiker, Riesenwärmflasche, Deckendieb, Kissenbegrüßer, Hund mit der größten Fangemeinde in der Gegend, Absoluter Schatz
 
 
Was hat sich für uns geändert:
Wir unterhalten uns sehr oft mit völlig Fremden beim Gassigehen :-), natürlich mit Arco als Thema
Wir sind mehr an der frischen Luft, Herrchen ist seit 20 Jahren das erste Mal eine Stunde Rad gefahren – Dieser Hund hat einen wahnsinnigen Bewegungsdrang
Der Flur in der Wohnung und wenn die entsprechenden Türen offen sind, auch der Garten das Treppenhaus und die Wohnung der Schwiegermutter werden des Öfteren als Rennbahn zweckentfremdet.
 
In den ersten 2 Wochen nach seinem Einzug  hat Stefan des zwar nach dem Strafmaß für doppelten Hundemord gefragt, aber Sie leben beide noch ☺. Luigi mit 6 Monaten und Arco mit seinem Jahr haben hier die Bude auf den Kopf gestellt. Das hat sich aber mehr und mehr gegeben. Seit wir Honey haben ist das zwar wieder mehr geworden aber dafür sind das junge Hunde.
 
 
Wenn man heimkommt begrüßt er einen immer mit einem Kissen im Maul. Egal ob Kopfkissen aus dem Bett von der Couch oder der Eckbank in der Küche, welches halt gerade am nächsten ist...
 
Experimentalphysiker: Ja die Schwerkraft gibt es wirklich, das beweist er jeden Tag an dem er einen Ball beim Gassigehen mit dabei hat, diese wird dann bevorzugt über all fallengelassen wo es bergab geht oder nass ist, Gräben, Abläufe, Bäche, Flüsse und Pfützen.  Er findet es super den Wegtreibenden Ball wieder einzufangen, ist ihm das aber zu Steil ist Frauchens Kreativität gefragt...
 
 
Sein liebster Spielkumpel ist der Schweizer Schäferhund-Rüde drei Häuser weiter. Er spielt aber auch gern mit jedem anderen Hund der sich dafür anbietet.
 
 
Er hat inzwischen seine eigene kleine Fangemeinde ( also eigentlich alle, die Ihn bis jetzt kennen gelernt haben) selbst unsere Nachbarin, die eigentlich Angst vor Hunden hat, hat ihn schon gestreichelt, sein Kopf ist ja auch so flauschig. -- 

Illegaler Welpenhandel reißt nicht ab

Der illegale Welpenhandel geht auf Kosten der Tiere – darüber informiert der Deutsche Tierschutzbund mit einer Kampagne.

Deutscher Tierschutzbund veröffentlicht Datenauswertung für 2017

Im Jahr 2017 war die Anzahl der Fälle von illegalem Heimtierhandel in Deutschland doppelt so hoch wie in den Jahren zuvor. Das zeigt eine nun veröffentlichte Auswertung, in welcher der Deutsche Tierschutzbund Fälle untersucht hat, die durch Medienberichte oder durch die betroffenen Tierheime bekannt wurden. Insbesondere die zu früh von der Mutter getrennten, kranken Hundewelpen bringen die Tierheime, die bei der Notunterbringung für die Behörden einspringen, immer noch an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Weiterlesen: Im Tierschutz

Frauenunternehmen Zora hat jetzt ein Projekt für Hundebesitzerinnen:

Wo bleibt der Hund während der Arbeitszeit?

Von  
 
Langzeitarbeitslose Frauen mit Hund sind besonders schwer vermittelbar. Das Frauenunternehmen Zora geht das Problem jetzt von zwei Seiten an: Hund und Job sollen jetzt vereinbar werden.

Stuttgart - Ein Hund leistet bei manchem Herrchen oder Frauchen Sozialarbeit: Gerade wenn die Besitzer langzeitarbeitslos sind, wenig Perspektiven haben und ihr Selbstwertgefühl dadurch sehr angeknackst ist, erinnert sie der Vierbeiner doch immer wieder daran, dass sie gebraucht werden. Der beste Freund verlangt nach einer Tagesstruktur. „Und mein Hund fragt nicht nach meinem sozialen Status“, so charakterisiert Sandra Labendsch aus dem Stuttgarter Westen, was sie an der Beziehung zu ihrem fünfjährigen Mischling Buddy besonders schätzt. „Wenn einen der Hund anstupst, muss man raus. Da kann man sich nicht einfach hängen lassen“, sagt sie. Sie selbst hielt sich lange Zeit mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Jetzt arbeitet sie bei Zora in Teilzeit. 

Rundum gut für die Psyche

Ein Tier wirkt positiv auf die Psyche des Besitzers, aber er ist ein Hemmnis bei der Vermittlung in den Arbeitsmarkt vor allem bei Singles, betont Waltraut Streit, die Geschäftsführerin des Frauenunternehmens Zora. Dort finden arbeitslose Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf oder können eine Ausbildung machen – und künftig sollen auch Hundebesitzerinnen eine Chance erhalten, denn Zora will in einem besonderen Projekt Mensch, Hund und Beruf unter einen Hut bringen. „Der Bedarf ist da, denn immer mehr Frauen haben einen Vierbeiner“, beobachtet Waltraut Streit.

Ab in die Hunde-Kita

Deshalb arbeitet bei Zora jetzt die Sozialarbeiterin Nicole Frank an einem Projekt, das sich Muperta (aus dem Spanischen frei übersetzt bedeutet das „Frau mit Hund in Arbeit“) nennt und mit Mitteln aus dem europäischen Sozialfonds gefördert wird. Ziel ist es, die Kompetenzen der arbeitslosen, schwer vermittelbaren Hundebesitzerinnen beruflich zu nutzen. Gedacht ist zum Beispiel an die Vermittlung in eine Ausbildung zur Hundetrainerin oder Tierpflegerin. Andererseits soll eine Art Hunde-Kita eingerichtet werden, in der die Frauen, die einen Job gefunden haben, ihren Liebling während der Arbeitszeit betreuen lassen können. Sandra Labendsch hat das Glück, dass sie Buddy bei ihren Eltern lassen kann, während sie bei Zora arbeitet. Viele andere haben diese Möglichkeit nicht und können sich die kommerziellen Hundesitterangebote von ihrem schmalen Verdienst auch gar nicht leisten.

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